First Food

Fastenzeit: die 5 besten Tipps zum Durchhalten

Deutschland fastet wieder. Falls ihr auch gerade auf Süßigkeiten, Alkohol, Technik und vielleicht sogar das Autofahren verzichtet, verrate ich euch heute meine fünf Top-Tipps, mit denen ihr eure Vorsätze in der Fastenzeit durchhaltet.

Fastenzeit_Tipps, Wie_streng_ist_die_Fastenzeit, Wie_fastet_man_richtig, Was_fasten_die_Deutschen, 5_Tipps_zum_Fasten

Die Fastenzeit wird von vielen dazu genutzt, sich wieder auf sich selbst zu besinnen. Eine Entspannungspause mit diesem Zitronentee kommt da gerade recht. (Foto: Anda Ambrosini, Unsplash)

 

Der christliche Fastenbrauch soll an Moses Wanderung durch die Wüste erinnern. Deswegen ruft die Kirche in den sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag die Zeit der Besinnung und des Verzichts aus. Sie empfiehlt sechs Tage Fasten bei „Wasser und Brot“, damit sind vor allem reduzierte Mahlzeiten gemeint, und am siebten Tag, dem Sonntag, das Fastenbrechen. Mit dem christlichen Gemeinschaftserlebnis des Fastens hat die Zeit heute kaum noch etwas zu tun. Stattdessen fasten Menschen heutzutage vor allem aus persönlichen Gründen und nehmen den Brauch als Anlass, um sich wieder auf sich selbst zu besinnen, zu entschlacken oder schlechte Gewohnheiten hinter sich zu lassen. Die meisten Deutschen verzichten auf Alkohol. An zweiter Stelle stehen Süßigkeiten, aber auch Fernsehen und Rauchen sind bei vielen Tabu. Ich faste auch seit einigen Jahren und verrate euch heute Tipps und Tricks, mit denen ihr in der Fastenzeit besser durchhaltet.

1. Ziele setzen:

An irgendeiner Stelle in den nächsten Wochen werdet ihr euch fragen: „Warum mache ich das hier eigentlich?“ Es ist schwer, dem Stück Schokolade des Kollegen oder der angebotenen Zigarette zu widerstehen, wenn der innere Schweinehund einem ins Ohr flüstert: „Ja, warum eigentlich?“ Also macht euch zu Beginn klar, warum ihr eigentlich gerade verzichtet. Vielleicht wollt ihr wieder in die Lieblingshose passen, oder den Partner damit überraschen, dass ihr nicht mehr alle fünf Minuten aufs Handy schaut. Haltet euch dieses Ziel in „schwachen Momenten“ immer wieder vor Augen. Das hilft euch, stark zu bleiben.

2. Seid nicht zu hart zu euch selbst:

Ihr habt doch gesündigt und zu den Gummibärchen gegriffen? Dann bringt es nichts, sich fertig zu machen. Verzeiht euch euren Fehler und überlegt lieber, wieso ihr gerade schwach geworden seid. Das hilft viel mehr, als sich selbst Vorhaltungen zu machen und beim nächsten Mal könnt ihr mit der selben Situation von vorne herein noch besser umgehen und der Versuchung widerstehen.

3. Nehmt euch Zeit:

Gerade wenn ihr auf Zucker, Zigaretten oder Alkohol verzichtet, arbeitet etwas in eurem Körper. Deswegen ist es wichtig, sich auch mal eine Auszeit zu gönnen. Nehmt euch alternativ etwas Schönes vor, wie zum Beispiel das Buch lesen, das schon seit Ewigkeiten auf eurem Nachttisch liegt, eine Wanderung im Grünen oder ein Nachmittag in der Sauna. Dabei entspannen Körper und Geist und tanken Kraft für die nächsten Tage.

Fastenzeit_duchhalten_Tipps, Tipps_zur_Fastezeit, So_haltet_ihr_die_Fastenzeit_durch, Richtig_Fasten, Erfolgreich_Fasten, Fasten_darauf_kommt_es_an, Tee_Fasten, Detox_Fastenzeit,

Was ist schöner, als sich endlich mal die Zeit zu nehmen ein gutes Buch zu lesen? (Foto: Lia Leslie, pexels)

4. Tanz der Endorphine:

Wenn ihr das fastet, was euch vorher glücklich gemacht oder in Stresssituationen geholfen hat, kann es gut sein, dass ihr etwas vermisst und euch unausgeglichen fühlt. Dagegen hilft am besten Bewegung. Joggen, Schwimmen, Fitness oder einfach ein langer Spaziergang sorgen für einen Endorphin-Schub, der euch glücklich macht, ausgleicht und hilft, in Stresssituationen nicht gleich aus der Haut zu fahren.

5. Positive Erfolgserlebnisse:

Ja, bis zum Ostersonntag ist es noch ganz schön lange hin. Auf dem Weg dahin hilft es, sich in Erinnerung zu rufen, was man schon geschafft hat. Wenn ihr euch fragt, ob ihr wirklich durchhalten könnt, erinnert euch an den letzten Erfolg und sei er auch noch so klein gewesen. Zum Beispiel ein Lob von Freunden oder das „Nein, danke“ zur Weinschorle am Abend. Dabei kann ein Fastentagebuch eine große Hilfe sein. Schreibt alle Erfolgserlebnisse, egal wie groß hinein und schaut in „schwachen“ Momenten noch einmal nach. Das warme Gefühl, das dann im Bauch aufsteigt, nennt man Stolz. Und Solz könnt ihr auch auf euch sein. Außerdem motiviert euch so ein kleiner „Erfolgs-Überblick“ im Fastentagebuch, weiter dabei zu bleiben.

Fastenzeit_duchhalten_Tipps, Tipps_zur_Fastezeit, So_haltet_ihr_die_Fastenzeit_durch, Richtig_Fasten, Erfolgreich_Fasten, Fasten_darauf_kommt_es_an,

Endlich geschafft! Man darf seine Erfolge feiern und stolz sein (Foto: Catherine Mcmahon, unsplash)

Falls ihr noch mehr Tipps zum Durchhalten für das Süßigkeiten-Fasten sucht, schaut doch mal bei unseren Kollegen von Cut the Candy vorbei?

, , , , , , , , ,

5 Kommentare zu Fastenzeit: die 5 besten Tipps zum Durchhalten

  1. Sylke Müller 19. März 2017 um 10:58 #

    Hallo, leider ist meine Zitronentarte aus eurem letzten Heft nicht gelungen. Die Füllung ist nicht fest geworden. Habe wohl was falsch gemacht. Könnt ihr mir noch einen Tipp geben. Danke
    Sylke

    • Aline Prigge
      Aline Prigge 20. März 2017 um 16:17 #

      Liebe Sylke, du hast nichts falsch gemacht, sondern uns ist in der Redaktion ein Fehler unterlaufen, für den wir uns ganz herzlich entschuldigen möchten. Im Rezept fehlen 2 Eigelb und 3 Eier, die mit in die Füllung kommen. Ohne die Eier kann die Füllung gar nicht fest werden. Die Füllung muss also folgendermaßen zubereitet werden: Für die Füllung Schale von der Bio-Zitrone fein abreiben. Alle Zitronen auspressen, 175 ml Saft auffangen.
      Zitronenschale, -saft, 175 g Sahne, Eigelb, Eier und übrigen Zucker (175 g) im Rührbecher mit einem Schneebesen glatt rühren. Füllung auf den Tortenboden gießen und auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten backen, bis die Füllung gerade fest wird. Tarte abkühlen lassen, aus der Springform lösen und Heidelbeeren darauf verteilen.
      Übrige Sahne (100 g) mit Puderzucker halbsteif schlagen. Lavendelblüten von den Stielen streifen, die Sahne damit garnieren, zur Tarte servieren.
      Bitte entschuldige unseren Fehler vielmals!
      Herzliche Grüße,
      Aline

  2. ERes 9. März 2017 um 10:45 #

    Schöner Artikel. Auf der einen Seite bedeutet Fasten natürlich Verzicht, auf der anderen Seite sucht man plötzlich nach Alternativen, welche zuvor nicht wahrgenommen wurden. Verzichtet man beispielsweise auf Zucker, lernt man plötzlich die Süße von Obst oder anderen Produkten schätzen, welche zuvor untergegangen war. Wer auf das Rauchen verzichtet, lernt neue Arten der Stressbewältigung kennen, welche immer dagewesen, jedoch nie genutzt wurden. Fasten erweitert definitiv den Horizont und bietet die Möglichkeit, den Lebensstil nachhaltig zum Positiven zu beeinflussen.

    • Maren 9. März 2017 um 15:40 #

      Danke. Da hast Du vollkommen recht, es ist toll, was man beim Fasten so alles „nebenbei“ entdeckt.
      Liebe Grüße Maren

    • Aline Prigge
      Aline Prigge 9. März 2017 um 15:40 #

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Freut uns, dass Dir unser Artikel gefallen hat. Das finden wir auch. Liebe Grüße, Aline

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: