First Food

Saisonkalender Juli

Welches Obst und Gemüse wird diesen Monat geerntet? Was kann ich guten Gewissens kaufen, wenn mir Regionalität und Nachhaltigkeit am Herzen liegen? Wen diese Fragen des Öfteren plagt, der ist in dieser Rubrik genau richtig: Immer am Anfang des Monats findet ihr hier die Lebensmittel, die es jetzt frisch auf dem Markt zu kaufen gibt.

Wassermelone

Die Sommerfrucht gehört botanisch gesehen zur Familie der Kürbisgewächse. Ihren Ursprung haben Melonenpflanzen in Afrika. Mittlerweile gedeihen sie auch in Australien oder Europa. Auch wenn die Pflanze tropisches und subtropisches Klima bevorzugt, besitzt sie die Fähigkeit Flüssigkeiten lange zu speichern, sodass sie selbst in trockenen Regionen wunderbar gedeiht. Ihre Früchte können, ähnlich wie die ihres Verwandten, bis zu 20 Kilogramm schwer werden.

Am geläufigsten ist die Gattung der Zuckermelonen, zu denen auch Honig- oder Wassermelonen zählen. Vergleicht man Honig- und Wassermelonen auf ihre Inhaltsstoffe miteinander, so ist die Honigmelone der Gewinner. Sie enthält 16-mal so viel Natrium und doppelt so viel Kalium wie die Wassermelone. Und bereits 100 Gramm des Fruchtfleisches decken 40% des Tagesbedarfs an Vitamin C ab. Doch auch die Wassermelone sollte nicht unterschätzt werden: Durch die Verbindung aus hohem Wasseranteil und den enthaltenen Vitaminen, hat sie einen harntreibenden Effekt, was bei Gicht und Rheuma helfen kann.

Beim Einkauf kann man sich auf den guten alten Klopftest verlassen. Einfach mit dem Fingerknöchel gegen die dicke, grüne Schale klopfen. Klingt die Melone hohl, ist das ein Zeichen dafür, dass die Frucht innen bereits trocken oder noch unreif ist. Erklingt stattdessen ein voller, tiefer Ton auf das Klopfen, ist die Melone innen perfekt gereift. Was die Lagerung angeht, hält sich eine Wassermelone im Gemüsefach des Kühlschranks problemlos 1-2 Wochen. Angeschnitten oder bereits aufgeschnitten gekauft, sollte sie innerhalb von 2 Tagen verzehrt werden, damit das Fruchtfleisch nicht mehlig oder zäh ist. Rezepte zum Auskosten der Melonenzeit haben wir natürlich auch für euch! Ob ein erfrischender Wassermelonen-Feldsalat, eine Zitrusmarmelade mit Zuckermelone oder eine vegetarische Poké-Bowl– Melonen sind wahnsinnig vielseitig!

Portulak

Die oftmals vergessene Blattpflanze schmeckt mit ihrem erfrischenden, säuerlichen und leicht nussigen Aroma sehr besonders. Sie hat von März bis Oktober Saison. Je nach Sorte bilden sich in der Blütezeit von Mai bis September pastellgelbe bis orangefarbene kleine Blüten. Nach der Blüte sind die Blätter nicht mehr verzehrgeeignet, da sie ein bitteres Aroma annehmen. Junger Portulak hingegen, schmeckt toll als Salat, oder man kann die gehackten Blätter auch gut zum Würzen von Speisen verwenden. Blanchiert ist Portulak eine tolle Alternative zu klassischem Spinat.

Außerdem enthält Portulak viel Vitamin C, eine große Menge an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Omega 3-Fettsäuren. Diese Vitamin-Zusammensetzung hat eine blutreinigende und magenstärkende Wirkung.

Nach der Ernte sollte frischer Portulak möglichst schnell verarbeitet werden. Durch das Einlegen in Salz oder Essig kann man ihn konservieren, allerdings geht dabei ein Teil des Aromas verloren. Zum Einfrieren oder Trocknen ist Portulak nicht geeignet. Dennoch gibt es herrlich viele leckere Rezepte, die ihr unbedingt ausprobieren solltet! Wie wäre es beispielsweise mit einem schnellen Bulgursalat mit Portulak oder einer feinen Kombination aus Ringelbete, Nashibirne und Portulak?

Zuckermais

Nicht zu verwechseln mit dem auf den meisten Feldern angebauten und deutlich stärkehaltigeren Futtermais, hat Zuckermais ein süßeres und feineres Aroma. Er wird in Deutschland von Juli bis Ende Oktober geerntet. Die 300 bekanntesten Sorten sind vor allem in Amerika zu finden, wo Mais eine lange Tradition hat und sehr beliebt ist. Botanisch gesehen zählt Mais zur Familie der Gräser, weshalb man nur zum Teil richtig liegt, wenn man Mais als Gemüsebeilage einplant, da er streng genommen ein Getreide ist.

Frischer Mais sollte zügig verbraucht werden, da sich bereits 2 Stunden nach der Ernte 50% seines Zuckers in Stärke umgewandelt hat und so das feine, süße Aroma verloren geht. Selbst bei einer Kühlung von 0° lässt sich der Prozess nicht stoppen. Ob der Mais im Laden frisch ist, erkennt man sofort an seinem Aussehen. Die Körner sollten gelb leuchten, prall gefüllt und glänzend wirken. Wer frischen Mais selbst zubereiten möchte, der sollte ihn in leicht gezuckertem Wasser garen und erst nach dem Kochen salzen. So lassen sich die Körner am besten vom weichen Maiskolben lösen. Besonders lecker schmeckt Mais frisch vom Grill mit etwas Butter getoppt. Verarbeitet zu feinem Grieß überzeugt er uns in Form einer Polenta oder als gelber Burger-Pattie. So fein!

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