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In Form kommen: Detox – basisch vegetarisch

Detox, Detox, Deeeetox. Tschilp tschilp – tschiiiep. Die ersten Vögel zwitschern, Krokusse und Schneeglöckchen strecken ihre Blütenköpfe aus der Erde, die Tage werden länger und der hartnäckige Gedanke, etwas besser in Form zu kommen, nimmt Gestalt an. Nein, ich spreche hier nicht von der sagenumwobenen „Bikinifigur“, einer ohnehin blöden Metapher für den perfekt in der Sonne zu platzierenden Körper, für den es „Aaahs und Ooohs!“ gibt… Mädels, aufgewacht und raus aus dem Diäten-Wahn! Zuviel Sonne ist eh ungesund!

Frühling – so und so. (Fotos: © unsplash.com)

Frühling – so und so. (Fotos: © unsplash.com)

 

Aber, grosses ABER: der Frühling naht unwiderruflich und mit der Vorfreude auf angenehmere Temperaturen eben doch auch der Wunsch, bewusster zu essen und sich hier und da um der Figur willen zu beschränken. Nicht dogmatisch und schon gar nicht zu streng darf es für mich sein. Es geht ums Wohlgefühl, und ums Ausprobieren neuer Ideen. „Alles kann, nichts muss!“ ist wohl am ehesten das mir hier entsprechende Motto.

Ausserdem: Zu gut kenne ich Heißhungerattacken, die mich dann doch flugs einen Topf Spaghettini kochen und mit frisch zubereitetem sizilianischem Pesto krönen lassen. Und: Danke für das Rezept, Janina!
Da trifft es sich also gut, dass ich mit den Frühjahrs-Neuerscheinungen der Verlage über Bücher stolpere, die meine Aufmerksamkeit erregen.

Meine Buchempfehlung: „Detox – basisch vegetarisch“ von Natasha Corrett

 

“Ja, klingt guuuut!“

Au ja, das klingt guuuut!

 

Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren:Detox – vegetarisch basisch von Natasha Corrett (AT Verlag) passt sowas von gut zu meiner Laune! Es ist unterteilt in vier Kapitel mit den wohlklingenden englischsprachigen Begriffen #feelgood, #slimdown, #highenergy #lifechange

Sicher, der hashtag-Lifestyle ist uns geläufig, Superfoods wohlbekannt. Die klare, kurze Einteilung in diese auch als „Programme“ oder „Kuren“ zu übersetzenden Kapitel macht mich neugierig. Übersichtlich, knackig, konzentriert. Ebenso klar ist das Layout. Bildseite – Textseite, pur und schön! Und es muss ja auch nicht gleich ein komplettes Programm sein!

Die genannten Kuren lassen sich an einem Wochenende umsetzen, in einer Woche Urlaub oder – für Profis! – in einem 30-Tage-Plan.

Der Autorin, so schreibt sie in der Einleitung, geht es „in erster Linie um Vorbeugung statt Heilung. Mit einem gesunden, ausgewogenen Lebensstil sollten Sie gar nicht erst in die Situation geraten, sich heilen zu müssen.“ Das macht Sinn, und holt mich da ab, wo ich stehe. Ich bin zum Glück gesund, will ja eben keinen #lifechange, aber #feelgood scheint mir ein guter Einstieg zu sein. Nur mal schnuppern…

Wohlfühlen mit was Leckerem - mit Tamari gewürzte Kürbiskerne

Wohlfühlen mit was Leckerem – mit Tamari gewürzte Kürbiskerne

 

Basisch – Sauer

Durch zu einseitige Ernährung oder den häufigen Genuss von sauer wirkenden Nahrungs- und Genussmitteln ist bei vielen Menschen in den vergangenen Jahren eine Übersäuerung des Körpers festgestellt worden, lese ich. Auch Stress und Überarbeitung können zur Überlastung und Ansammlung von Giftstoffen beitragen, sodass der Körper irgendwann gar nicht mehr in der Lage ist, all die Nährstoffe, die wir ihm zuführen, aufzunehmen. Für diesen Fall empfiehlt sich eine Kur, in der man sich zur Regeneration auf eine basische Ernährungsweise umstellt.

Denn: Lebensmittel lassen sich einteilen in solche, die stärker oder weniger stark basisch wirken. Und zwar je nachdem, wie der pH-Wert der einzelnen Zutaten bei der Verdauung reagiert. Manches daran ist überraschend: So sind Zitronen zwar äußerst sauer, wenn man sie mit Lackmuspapier testet, in verdautem Zustand hingegen sind sie extrem basisch. Andererseits erscheint Milch beim Lackmustest als basisch, wenn sie verdaut wurde, ist sie aber extrem sauer.

Vereinfacht ausgedrückt sorgt Säure im Körper für Anspannung, die sich später in alltäglichen Beschwerden wie z.B. Völlegefühl, Erschöpfung und Sodbrennen äußern kann. Eine rein pflanzliche Kost ohne hoch verarbeitete Lebensmittel hingegen kann einen wichtigen Beitrag zur Linderung von Beschwerden bewirken und somit insgesamt das Wohlgefühl  erhöhen. Für eine optimal gesunde Lebensweise sorgt laut Natasha Corrett das Ernährungsverhältnis der 70:30-Regel: 70 Prozent der Nahrung sollte basisch sein, zu 30 Prozent darf ich essen, was ich will. Das klingt machbar – und freundlich!

Detox – Einmal Entschlacken, bitte!

Während das #slimdown-Programm vor allem auf Rohkost beruht, die bei wärmeren Temperaturen leichter zu verarbeiten und zu verdauen ist, scheint die #feelgood-Kur ideal zu sein für die kühleren Monate, denn sie entschlackt auf nährende Weise mit vielen warmen Suppen.

 

Schwierige Entscheidung: Lieber Karotte-Limette- oder Brokkoli-Sellerie-Suppe mit Dill?

Schwierige Entscheidung: Lieber Karotte-Limette- oder Brokkoli-Sellerie-Suppe mit Dill?

 

Ja, bitte: Suppen zu mir! Auch für frisch gepresste Säfte und Smoothies kann ich mich ja begeistern. Also einkaufen und dann frisch ans Werk. Anders als vorgeschlagen, widme ich mich allerdings nicht ein ganzes Wochenende sondern seit dem ersten Blättern immer wieder diesen spannenden Ideen, entdecke feine Kombinationen wie Karotten-Limetten-Suppe, Brokkoli-Dill-Suppe oder Knabbereien – lecker, mit Tamari gewürzte Kürbiskerne!

Da bleibe ich dran, und entdecke ständig etwas Neues. Das Beste aber ist, dass die Rezepte wirklich schmecken, nicht besonders aufwendig sind, und mich leicht und beschwingt zurücklassen. Anders als ein Pastateller am Mittag. Aber mein Selbstbestimmungsrecht soll ja auch nicht zu kurz kommen. Und hat wohl mehr als 30 Prozent das Sagen.

 

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8 Kommentare zu In Form kommen: Detox – basisch vegetarisch

  1. Jole 16. Mai 2017 um 17:26 #

    Hallo Anna, ich möchte mich momentan mit dem Thema Detox vertraut machen und bin auf der Suche nach Detox Büchern auf diesen Blog-Beitrag von dir gestossen. Vielen Dank für diesen, wieder was dazu gelernt.

    Auf der Seite https://www.top-detox-rezepte.de/detox-b%C3%BCcher/ habe ich außerdem „Das große Detox Buch“ entdeckt. Und wollte dich Fragen ob du vielleicht mit diesem Buch vertraut bist und dieses Buch ebenfalls empfehlen kannst? Oder hast du evtl. ein anderes Buch zum Thema Detox. Also es sollte nicht umbedingt eine Rezept Buch sein sonder sich mit dem Thema allgemein befassen.

    Über einen Tipp von dir würde ich mich freuen, Danke.

    • Anna
      Anna 17. Mai 2017 um 9:25 #

      Liebe Jole, leider kenne ich das von dir gefundene „große Detox Buch“ bisher nicht, kann deshalb auch nichts dazu sagen. Meine Versuche habe ich mit nur diesem hier besprochenen Buch gemacht, und habe darin eben auch so schöne Rezeptideen gefunden, das ich bisher noch nicht das Gefühl hatte, ein weiteres zum Thema zu benötigen. Für mich war es nur ein kleiner Exkurs, so dass ich dir zu Detox leider keine weiteren Tipps geben kann. Sicher kannst du aber über Rezensionen im Netz das für dich am besten Passende herausfiltern. Viel Glück und alles Gute!

      • Jole 18. Mai 2017 um 20:55 #

        Liebe Anna, vielen Dank für deine Antwort. Mache mich dann weiter auf die Suche in das unendliche Web 😉

  2. Clymnere 29. April 2016 um 12:41 #

    Ich find’s schade, dass ihr diesen Entschlackungsunsinn teilt. Ob man nu „Entschlacken“ schreibt oder fancy „Detox“ mit Häschtäg benutzt – wahr ist beides nicht.
    Es gibt keine Giftstoffe im Körper, die ausgeschwemmt oder weggegessen werden müssten. Damit füllen sich selbsternannte Experten nur die Taschen.
    Bewusste Ernährung – auf jeden Fall, ja! Aber dann doch lieber mehr Clean Eating, wie ihr es letztes Jahr in einem der Hefte schon vorgestellt hattet.

    • anna
      anna 2. Mai 2016 um 10:54 #

      liebe/r clymnere,

      du hast recht, dass es derzeit viele „selbsternannte Experten“ gibt, die sich auf die aktuellsten moden stürzen, auch in sachen ernährung!
      „clean eating“ ist somit aber ebenso eine trendy bezeichnung wie der begriff „detox“.
      beim guten alten „entschlacken“ geht es ja eigentlich um die erste phase beim fasten, also um die umstellung von essen auf fasten. und in der folge um den abbau von „schlacke“, nämlich stoffen im körper, die nicht in den körper gehören (zumindest nicht dauerhaft oder in übermässiger menge), aber dennoch in ihm vorhanden sind, ihn belasten und ihn langfristig krank machen können.
      über die begrifflichkeiten lässt sich trefflich streiten, über den sinn oder unsinn von mir aus auch. einen versuch, sein eigenes wohlgefühl zu verbessern, scheint mir diese methode allesamt wert zu sein.

      Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/entschlackung-ia.html#ixzz47UELt3m1

  3. martina 8. April 2016 um 11:52 #

    Hallo 🙂
    Vielen Dank für diesen Artikel, habe mir schon vor längerer Zeit vorgenommen eine Detox Kur zu machen. Nun bin ich in meinem Vorhaben bestärkt worden. Danke dafür.

    LG 🙂

    • anna
      anna 2. Mai 2016 um 10:38 #

      liebe martina, das freut mich, wenn ich dich habe anspornen können. nach einer woche urlaub in süditalien brauche ich heute auch dringend mal wieder „nur ein süppchen“. 🙂

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  1. In Form kommen: Detox – basisch vegetarisch - 4. April 2016

    […] Detox , Detox, Deeeetox. Tschilp tschilp – tschiiiep. Die ersten Vögel zwitschern, Krokusse und Schneeglöckchen strecken ihre Blütenköpfe aus der Erde, die Tage werden länger und der hartnäckige Gedanke, etwas besser in Form zu kommen, nimmt Gestalt an. Nein, ich spreche hier nicht von der sagenumwobenen „Bikinifigur“, einer ohnehin blöden Metapher für den perfekt in der Sonne zu platzierenden Körper, für den es „Aaahs und Ooohs!“ gibt… Mädels, aufgewacht und raus aus dem Diät en-Wahn! Zuviel Sonne ist eh ungesund!   Aber, grosses ABER: der Frühling naht unwiderruflich und mit der Vorfreude auf angenehmere Temperaturen eben doch auch der Wunsch, bewusster zu essen und sich hier und da um der Figur willen zu beschränken. Nicht dogmatisch und schon gar nicht zu streng darf es für mich sein. Es geht ums Wohlgefühl, und ums Ausprobieren neuer Ideen. „Alles kann, nichts muss!“ ist wohl am ehesten das mir hier entsprechende Motto. Ausserdem: Zu gut kOriginal Artikel ansehen […]

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