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Die wahre Tarte au Chocolat

Viereinhalb Jahre ist es mittlerweile her, dass ich mit meiner Familie vom Schwarzwald nach München zog. Und genauso lang war ich nicht mehr im Elsass. Obwohl ich immer mal wieder zu Besuch bin, reicht meine Zeit einfach nicht, um nach Strasbourg zu fahren. Auch wenn ich es mir fest vornehme. Früher war ich fast jedes zweite Wochenende im französischen Strasbourg. Dieser bezaubernden altertümlichen Stadt mit all ihren kleinen Gässchen und den kleinen Lädchen, die es darin zu entdecken gab. Mode-Boutiquen, Patisserien, kleine Cafés, Bistros und natürlich (dem Tourismus sei Dank) Souvenir-Läden, wie ich sie in einer Fülle selten gesehen haben. Herrlich!

Der März, der den Frühling zärtlich einläutet, war eine der schönsten Monate dort. Nicht mehr eiskalt, aber auch noch nicht zu heiß für einen Stadtbummel. Hier war es immer schon einen Tick wärmer, die Pflanzen schneller grün, die Plätze und Bänke heller und einladender und der Himmel blau und warm.

Tarte au Chocolat – der wahre Genuss

Ich verbinde diese Stadt vor allem auch mit Genuss. An jeder Ecke ein Eisladen, Bonbonläden, Cafés mit süßen Leckereien, kleinen Supermärkten, Coffee Shops und Bäckereien. So war die erste halbe Stunde stets das gleiche Spiel: Parken und erstmal zu Paul´s, der für meinen Geschmack besten Boulangerie (Bäckerei) und Patisserie in ganz Strasbourg. Sicher gibt es vergleichbares, dort jagt ja ein Highlight das Nächste, aber diese Bäckerei war ohne Umwege zu erreichen und der Duft schon am Ausgang der Parkgarage wahrzunehmen. Unglaublich lecker! Was soll ich sagen, es gab zu viel um alles zu essen! So war ein Teilchen für sofort, ein Teilchen für unterwegs und eins für zu Hause. Die original französische Tarte au Chocolat hat es mir besonders angetan. So sehr, dass ich irgendwann zu meinem Geburtstag (und später auch zu anderen besonderen Anlässen) eine ganze davon mitnahm. Wohlgemerkt 70 km hin und zurück! Für einen Kuchen! Aber nicht irgendeinen!

Und genau darum geht es heute. Um das Rezept der Tarte au Chocolat.

Ich habe mich nie da ran getraut. Und ich bin eine wirklich gute Bäckerin. Dieser Kuchen stand einfach über allem. Dabei bin ich seit etwa 25 Jahren in Besitz eines guten Rezeptes für einen Schoko-Topfkuchen, der so saftig ist, dass er geschmacklich fast ran reichen könnte. Es waren aber nicht die 100% die dieser Kuchen zu geben vermag. Es war natürlich auch nicht die gleiche Form, es war einfach keine Tarte. Und doch habe ich festgestellt, die Zutaten und Arbeitsschritte waren fast die gleichen bis auf minimale Änderungen…

Das Rezept der Tarte au Chocolat:

200 g Butter,

100 g Vollmilch und

100 g Zartbitter Schokolade (mit ca. 70 % Schoko-Anteil)

in einem Kochtopf unter ständigem Rühren schmelzen, aufkochen, weitere 2 min köcheln (dabei weiter rühren) und abkühlen lassen.

4 Eier,

1 Pck. Vanillezucker

1 Prise Salz und

100 g Puderzucker

cremig schlagen.

Danach die abgekühlte Schoko-Masse mit einem Holzlöffel unterrühren, solange bis alles miteinander verbunden ist.

1 Päckchen Schoko-Pudding Pulver

1 TL Kakao und

½ TL Backpulver

mischen und unter den Teig heben.

Zum Schluss 100 g geraspelte Schokolade (ich habe 50/50 Vollmilch und Zartbitter gewählt) unterheben und gut verrühren.

Tipp: Wer nicht so ganz auf herb steht kann hier auch gerne komplett zur Vollmilch-Tafel greifen.

Tarte_au_Chocolat_Rezept, Tarte_au_Chocolat_schnelles_Rezept

Viel Schokolade – großer Genuss

Den Teig nun in eine gut gefettete Tarte-Form füllen und im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Ober- und Unterhitze backen. Nach etwa 25 min den Kuchen vorsichtig aus dem Ofen nehmen. Er ist noch relativ weich, wird aber beim auskühlen die nötige Festigkeit erreichen.

Ich habe ihn gebacken und probiert. Er schmeckt faaantastisch! Fein herber zartschmelzender Schoko-Genuss. Hier können wir SCHOKO! mal richtig groß schreiben. Kein krümeln (weder auf dem Teller noch im Mund), statt dessen herber weicher Schmelz. Ich kann keinen Unterschied zum Original erkennen. Mag daran liegen dass ich lang keinen mehr gegessen habe.. Oder daran, dass dieses Rezept das wahre ist 😉

Ich bin im Tarte Fieber. Ganz sicher habe ich hier nicht das letzte Rezept dieser Art gepostet. Ihr werdet wieder von mir lesen. Mit frischen und fruchtigen Rezepten für den Sommer an denen ich bis dahin noch etwas feile…

Ich freue mich auf all eure Tipps und Ideen!

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7 Kommentare zu Die wahre Tarte au Chocolat

  1. Grunert 11. April 2017 um 13:56 #

    Habe ich heute gebacken – leider enttäuschend anbetracht der Vorfreude, die durch die Laudatio im Text erwacht war. Bei uns ist ein mittelmäßiger Schokoladenkuchen herausgekommen, geschweige denn einr französischen Schokoladentafte.

    • Teresa Lehner
      Teresa Lehner 12. April 2017 um 17:31 #

      Liebe Pina,

      das tut uns sehr Leid!

      Vielleicht war die Backzeit zu lang. Man sollte die 25 min nicht überschreiten, eher ein paar Minuten kürzer backen. Außerdem ist es wichtig auch richtig hochwertige Schokolade zu nehmen, mit möglichst viel Kakaoanteil (bis 70%).

      Vielleicht klappt es dann ja beim zweiten Mal!

      Liebe Grüße,

      Teresa

      • Grunert 12. April 2017 um 23:01 #

        Nein, weder war die Backteit zu lange, noch wurde keine hochwertige Schokolade genommen.

      • Grunert 12. April 2017 um 23:16 #

        Auch die Temperatur im Ofen war geprüft durch ein Thermometer….

        Also, diese Rückmeldung, dass es nur an der eigenen Inkompetenz liegen kann, wenn einem „ihr“ Rezept nicht so schmeckt wie es im Text bejubelt wird, finde ich zusätzlich ärgerlich und enttäuschend.

        Ganz sicher werde ich dieses Rezept auch nicht noch einmal ausprobieren. Ich backe seit 40 Jahren und probiere immer gerne Rezepte aus und dieses hier kann man – meiner Ansicht nach – getrost vergessen, wenn es darum geht keinen durchschnittlichen Kuchen backen zu wollen, sondern tatsächlich die besten ins persönliche Backbuch aufzunehmen.

        Ich hätte von Ihnen die Größe erwartet, es bei ihrem Bedauern zu belassen und nicht auf wahrscheinliche Fehler bei ihren Lesern abzuheben.

        • Teresa Lehner
          Teresa Lehner 13. April 2017 um 9:41 #

          Liebe Pina,

          vielen Dank für deine Antwort. Es tut uns Leid, dass du von dem Rezept und unserer Antwort entäuscht bist.
          Wir wollten nur helfen. Wir freuen uns aber auch immer über kritische Stimmen, damit wir uns verbessern können.

          Liebe Grüße,

          Teresa

  2. Katja Troge 25. März 2017 um 1:16 #

    Hallo Mandy, danke für dies schöne Rezept,aaaaberhab 2Fragen: welche Größe hat Deine Tarteform und was für eein Pudddingpulver???? Zumkochen oder ohne? Danke für eine kurze Info Katja

    • Janina
      Janina 27. März 2017 um 18:37 #

      Liebe Katja, die Tarteform hat einen Durchmesser von 24 cm und Mandy benutzt herkömmliches Schoko-Puddingpulver zum Kochen. Ich hoffe, das konnte dir weiterhelfen! Liebe Grüße 🙂

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